12 Aussagen, 3 Minuten, ein ehrlicher Blick. Finde heraus, ob in deinem Team Energie entsteht, verpufft oder verloren geht.
Teams unterscheiden sich weniger darin, was sie tun, sondern wie sie miteinander umgehen. Dahinter stehen drei Qualitäten von Zusammenarbeit:
Denk an das Team, in dem du arbeitest oder das du führst. Antworte so, wie es gerade wirklich ist, nicht wie es sein sollte. Es gibt kein Richtig oder Falsch.
1 = trifft gar nicht zu · 6 = trifft voll zu
Die Werte zeigen, wie stark du jede Qualität in deinem Team erlebst (0 bis 100 %). Fast jedes Team hat Anteile von allen dreien. Entscheidend ist die Mischung.
Gut zu wissen: Bei Aussagen mit A (abbauend) und S (stagnierend) ist eine niedrige Zustimmung ein gutes Zeichen.
Der Kurzcheck zeigt eine Richtung. Im ausführlichen Team-Check schauen wir genauer hin, am besten mit dem ganzen Team:
Der Kurzcheck ist angelehnt an das Modell der drei Teamqualitäten (abbauend, stagnierend, sich entwickelnd) der dänischen Organisationsberater Martin Mourier und Steven Mortensen. Das Modell beschreibt Teams nicht über ihre Aufgaben, sondern über die Qualität ihrer Interaktion: Umgang mit Unterschieden, Rückmeldung, Konflikten, Verantwortung und Veränderung.
Verwandte Forschung stützt diese Unterscheidung: Amy Edmondson (1999, 2018) zeigt, dass psychologische Sicherheit die Lern- und Leistungsfähigkeit von Teams maßgeblich bestimmt. Das kennzeichnet die „abbauende“ Qualität, wenn sie fehlt. Chris Argyris beschreibt „defensive Routinen“, und Jerry Harvey (1974) mit dem Abilene-Paradox, wie Teams aus Harmoniebedürfnis Entscheidungen abnicken, die eigentlich niemand will. Das ist ein Kernmerkmal stagnierender Teams. Patrick Lencioni (2002) betont die Bedeutung konstruktiver Konflikte für echte Verbindlichkeit.
Berechnung: Je Qualität werden vier Aussagen gemittelt und auf 0–100 % umgerechnet. Der Entwicklungsindex gewichtet die entwickelnde Qualität zur Hälfte und die Abwesenheit abbauender und stagnierender Muster zu je einem Viertel. Der Check ist kein psychometrisch validiertes Testverfahren, sondern ein strukturiertes Reflexionswerkzeug. Selbst- und Fremdwahrnehmung können deutlich auseinandergehen (Atwater & Yammarino, 1992).